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Rita Vökt
Buchhändlerin




Ich verlebte bis zum elften Lebensjahr eine Kindheit wie alle andern. Dann wurde ich operiert und sitze seither im Rollstuhl. Als junge Frau lernte ich an einem Fest meinen zukünftigen Mann Roger kennen. Später geschah, was wir kaum zu hoffen gewagt hatten. Ich wurde schwanger. Heute ist meine Tochter verheiratet und hat drei Kinder.

Roger: An einem Fest sah ich Rita zum ersten Mal. Sie hatte etwas wie eine Aura um sich, so dass ich ihren Rollstuhl übersah.

Rita: Ich geniesse die Zweisamkeit mit Roger. Ich bin Mitglied der Kirchenpflege meines Wohnortes und Vizepräsidentin der EVP Gelterkinden. Ich arbeite als Geschäftsführerin bei avanti donne, der Kontaktstelle für behinderte Frauen und Mädchen. Ich organisiere und leite Wochenend-Seminare für behinderte Frauen.

Als junge Frau lernte ich zwei behinderte Frauen kennen, deren Lebensstil mich sehr beeindruckte. Sie waren meine Vorbilder und dieses Wissen, dass vieles möglich ist, trotz Behinderung, möchte ich an andere Frauen weiter geben.

Ich möchte meine Kraft für wichtigere Dinge einsetzen als für einen tiptopen Haushalt. Ich habe keine Haushalthilfe, aber eine Putzfrau. Roger, der Oberstufenlehrer ist, hilft, wo immer es nötig ist. Trotzdem findet er noch Zeit, als Imker seine Bienen zu pflegen.

Widerstand blockiert mich nicht und Wut ist etwas Kreatives.

Natürlich gibt es Tage, an denen es mir nicht gut geht. Diese versuche ich zu überbrücken mit meinem Lebensmotto: Selbstmitleid ist verboten!

Ich erhalte eine halbe IV-Rente, bei avanti donne habe ich eine 20 Prozent - und als Sekretärin der Kirchenpflege eine 10 Prozent Stelle. Finanziell geht es uns gut. Wir haben keine grossen Ansprüche. Ferien in der Karibik oder teure Markenkleider interessieren uns nicht. Unser Luxus ist unser schönes Haus mit einem grossen Garten, den wir ausgiebig geniessen. Wir wohnen auf dem Land. Natur, Ruhe und gute Luft sind uns wichtig.

rita.voekt@bluewin.ch
Kontaktstelle für behinderte Frauen und Mädchen: 
avantidonne